Der Weg zur "Reichspogromnacht" wird auf Twitter und im Internet anhand von Einzelschicksalen erzählt und erlebbar gemacht

Bereits seit dem 28. Oktober betreiben fünf Historiker*innen mit dem Twitter Account @9Nov38 einen digitalen Stolperstein.
Nun kannst mensch sicherlich darüber streiten, ob Twitter oder das Internet der richtige Ort ist um die Geschehnisse um den 9. November 1938 aufarbeiten.
Auch geht es den Historiker*innen darum, dass die Novemberpogrome am 9. und 10. November 1938 eben keine singulären Ereignisse seien. Daher greifen sie auf verschiedenste Quellen zurück.
Sie zitieren aus Briefen, Tagebüchern, später niedergelegten Berichten - und befinden sich aber doch auf einer Gratwanderung.
Kann man jeden Namen der damals Betroffenen heute auch nennen? Sie diskutieren das für jeden Fall einzeln, wie Hoffmann erzählt.
"Gerade bei Opfern muss man abwägen, ob man ihnen posthum nicht noch einmal Gewalt antut."
Auf der anderen Seite soll die Gewalt, die gegen Juden ausgeübt wurde, nicht anonymisiert, sondern konkret werden.

Ergänzend zum Twitter-Account gibt es das Projekt auch auf 9nov38.de zum nachlesen.

Text: www.9nov38.de