Bunt-Papier 2003
Nacht der Kulturen am 17. Mai
Die Nacht der Kulturen am 17. Mai - unser diesjähriger Höhepunkt der Vereinsarbeit – war ein voller Erfolg. Über 2000 Gäste fanden den Weg in die Hochschule für Musik und Theater. Gemeinsam mit dem Ausländerbeirat der Hansestadt Rostock ist diese Nacht als jährliche, interkulturelle Kulturveranstaltung geplant und hatte in diesem Jahr zum Thema: Dialog der Kulturen. Der Abend bot viele Gelegenheiten, neue Kontakte zu knüpfen, und trug dazu bei, die Intoleranz gegenüber "dem Fremden" abzubauen, indem Besucher zum Mitfeiern eingeladen wurden. Mit dieser ersten Veranstaltung dieser Art haben wir einen neuen Weg beschritten, den Rassismus zu bekämpfen und Vorurteile abzubauen. Der Besucher findet eine Symbiose von Kultur, Bildung, politischer Arbeit und Event. Außerdem wollen wir das Kulturleben der östlichen Altstadt beleben helfen.
Besonderer Dank geht an die Hochschule für Musik und Theater, die mit dem alten Klostergebäude das richtige Ambiente bietet. Außerdem möchten wir dem Land, der Hansestadt, dem StuRA/ ASta, dem Stadtjugendring, der WIRO, den Stadtwerken, Eurawasser, der Hanseatischen Brauerei, Coca Cola
und Einzelpersonen für die finanzielle Unterstützung sowie M.A.U. Club, Universität und Lichtspieltheater Wundervoll für die technische Unterstützung danken. An den Vorbereitungen waren insbesondere die Hochschule für Musik und Theater Rostock, Afrikanische Bürgerinitiative e.V., Arabisches Zelt e.V., Diên Hông e.V., Europa Zentrum Rostock, Talide e.V. beteiligt. Etwa 20 weitere Organisationen und zwei Schulen halfen bei der Umsetzung des Projektes. Die Migranten-Vereine haben jeweils eigene Beiträge beigesteuert. 25 Konzerte und eine Vielzahl weiterer Präsentationen bildeten das umfangreiche Programm. In der Hochschule für Musik und Theater Rostock wurden von 18.00 bis 04.00 Uhr morgens auf zwei Etagen in elf Festräumen mit rund 30 auftretenden Gruppen die Kontinente Asien, Afrika, Süd- und Mittelamerika, Europa sowie der Orient vorgestellt.
Farbe bekennen gegen rechts
Dieser Sommer ist ein Sommer mit unzähligen Provokationen durch Rechtsextreme. So marschierten einige Unbelehrbare am 26. April und am 10., 24. und 31. Mai durch unsere Stadt. Zu allen Anlässen unterstützte die Bürgerinitiative die Universität und die Stadtverwaltung darin, mit Plakaten
und Fahnen die eigene Positionierung gegen Rechts-
extremismus weithin sichtbar zu vertreten. Hunderte, an Straßenlaternen aufgehängte Pappen mit Plakaten der Aufschrift „Rostock gegen Rassismus und Gewalt“ setzten ein klares Signal. Wir danken allen, die hieran beteiligt waren.
Bei einer Gelegenheit organisierten wir eine eigene Kundgebung, ein andermal veranstalteten wir ein Kehraus, um symbolisch die Straßen vom braunen Gedankengut zu befreien. Sogar ein Kammerjäger fand den Weg zu uns. Wir werden auch weiterhin Farbe gegen rechts bekennen: Weitere Veranstaltungen haben wir für den 12. Juli und den 16. und 23. August in der Innenstadt geplant. Ideen und Helfer sind herzlichst willkommen!
Auf Grund der Ereignisse des vergangenen Jahres sind wir zu dem Schluss gekommen, die Strategie gegen Rechtsextremismus innerhalb der Stadt gemeinsam zu diskutieren. Wir beabsichtigen, am 19. August innerhalb des Vorstandes und am 24. September um 19 Uhr im Rostocker Freizeitzentrum, Kuphalstr. 77 in Reutershagen in einer Mitgliederversammlung eine gemeisame Position zu erarbeiten. Voraussichtlich im November werden wir eine Tagung durchführen, zu der alle Interessierten und Aktiven – aus Parteien, Vereinen, Initiativen / Unternehmen/ Einzelhandel, Gewerkschaften, Universität – eingeladen werden.
Bunt statt braun e. V. unterstützt Auftritt von "Unless and Until" –
"Die Wohlfahrt der Menschheit, ihr Friede und ihre Sicherheit sind unerreichbar, wenn und ehe nicht ihre Einheit fest begründet ist."
Bahá'u'lláh
Unter diesem Motto finden sich seit 2001 in Dänemark Jugendliche aus mehr als 6 Nationen zwischen 13 und 18 Jahren zusammen, um Tänze aufzuführen, die auf Missstände unserer Zeit aufmerksam machen, gleichzeitig aber auch mögliche Lösungsansätze aufzeigen. Die Darstellung soll zum Nachdenken und zum Handeln anregen.
Angesprochen werden Themen wie Rassismus, die Überwindung der Extreme zwischen Arm und Reich, Drogenmissbrauch, Gewalt in der Familie, Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, Einheit der Religionen sowie die Rolle der Jugend. Am Ende der Aufführung – der multikulturelle Tanz – wird eine Einheit der Völker in der Vielfalt dargestellt.
Ein besonderes Anliegen des Jugend-Workshops ist es, für andere Jugendliche ein Vorbild zu sein. So treten sie meistens in Schulen, Jugendclubs oder bei anderen entsprechenden Veranstaltungen auf. Oft finden nach der Aufführung weitere Gespräche zu den entsprechenden Themen statt.
"Unless and Until" wird vom 19. Juli bis zum 27. Juli in Rostock sein. In dieser Zeit sind folgende Auftritte vorgesehen:
Mo. 21.07., 16:00 Uhr
Ostseeferienzentrum Markgrafenheide, Discoraum
Di. 22.07., 14:00 Uhr
Asylbewerberhaus Satower Str. 129/130, Sporthalle
Mi. 23.07., 16:00 Uhr
Jugendzentrum DT64, Am Kabutzenhof 21
Do. 24.07., 10:30 und 14:00
Rostocker Freizeitzentrum e. V., Kuphalstr. 77
Fr. 25.07., 19:00 Uhr
Klinik Silbermühle Plau, Millionenweg 3
Sa. 26.07., 19:00 Uhr
Waldemarhof, Waldemarstr. 33
Der Eintritt ist frei, da die Gruppe ihre Auftritte als Dienst an der Menschheit sieht. Die Organisation und Betreuung der Gruppe während ihres Aufenthaltes erfolgt über die Rostocker Bahá'í-Gemeinde (Info über rostock@bahai.de).
