Deutscher Fussballbund ehrt mit dem Julius-Hirsch-Preis den Journalisten Ronny Blaschke für sein Engagement gegen Rechtsextremismus in der Fanszene

Julius Hirsch PreisDer Deutsche Fussballbund (DFB) rief 2005 den Julius-Hirsch-Preis ins Leben. Er erinnert an den früheren jüdischen Nationalspieler Julius Hirsch, der  zwischen 1911 und 1913 bedeutende sportliche Erfolge mit der Nationalmannschaft feierte und stellvertretend für viele bedeutende jüdische Spieler, Trainer und Funktionäre, die den deutschen Fußball maßgeblich geprägt haben, steht. Julius Hirsch wurde später durch die Nazis deportiert und ermordet. Das nicht einmal sein genaues Todesdatum und der Ort, an dem er bzw. seine Überreste bestattet wurde, bekannt sind, verdeutlicht das perfide Streben der Nazis, alle Anhaltspunkte für das jüdische Leben in Deutschland und Europa auszulöschen.

Mit dem nach ihm benannten Preis des DFB sollen Personen und Organisationen für ihren besonderen Einsatz für Toleranz und Menschenwürde, gegen Extremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus auszeichnet werden.

Die diesjährigen Preise gehen an den Sport- und Jugendclub Hövelriege, die Fangruppierung Ultras Nürnberg und den 1. FC Nürnberg sowie den SC Heuchelhof.

Die Ehrenauszeichnung des Julius-Hirsch-Preises geht in diesem Jahr an den Journalisten Ronny Blaschke, der in seinem Buch "Angriff von Rechtsaußen" die Auswirkungen rechtsextremer Einstellungen auf den Fußball beschrieben hat. Mit der Auszeichnung würdigt die Jury, dass sich Blaschke seit vielen Jahren intensiv und kritisch mit dem Thema journalistisch befasst. (ts)

Fotoquelle: DFB