Mahnmal für Rostocker NSU-Opfer Mehmet Turgut wird am 25.2.2014 in Toitenwinkel eingeweiht

Mehmet TurgutMit einem Mahnmal will die Stadt Rostock künftig an das mutmaßliche NSU-Opfer Mehmet Turgut erinnern.
Am Tatort sollen zwei sich versetzt gegenüberstehende Betonbänke installiert werden, teilte die Stadt mit.
Die Bänke werden demnach so aufgestellt, dass das Sonnenlicht zur Tatzeit am 25. Februar um 10.20 Uhr
genau parallel zu ihnen verläuft.

Nach einem bundesweiten künstlerischen Wettbewerb diskutierte ein fast 20köpfiges Gremium die eingesandten Entwürfe und empfahl dem Kulturamt der Hansestadt Rostock schließlich den beauftragten KünstlerIn-Entwurf. neben den leicht versetzt angeordneten Betonbänken, die zum einen das trennende in unserer Gesellschaft thematisieren sollen, sollen durch die Anordnung auch die Gemeinsamkeiten herausgestellt werden. Unterstützt wird der Entwurf durch zwei sich direkt gegenüberliegenden Tafel in den Bankrückenlehnen, die die gemeinsame Erklärung aller Städte der NSU-Opfer enthält und durch einen Artikel der Menschenrechtscharta ergänzt wird. Beide Texte sind jeweils auf deutsch und türkische verfasst. 
Das Denkmal soll 2014 am zehnten Jahrestag des Anschlags eingeweiht werden. (ts)

Textquelle: NDR MV

Bild: Mit freundlicher Genehmigung der JUSOS Rostock