NPD MV fordert Abschaffung des Asylrechts und meldet mehrere Kundgebungen in Vorpommern an

rotekarte npdNach dem sich die Innenminister der Bundesländer letzte Woche auf einen Zeitplan für die Einreichung des NPD-Verbotsantrags geeinigt hatten, braucht die NPD MV mal wieder ein Thema, um nach den verheerenden Ergebnissen der Bundestagswahl endlich mal wieder medial wahrgenommen zu werden. Was lag da näher als nach den hunderten Toten im Mittelmeer die in der europaweit geführten Debatte zum Asylrecht das Thema der so genannten "Überfremdung" zu wählen.

Auch wenn gerade MV bundesweit die geringste Quote an Migrant*Innen gemessen an der Gesamtbevölkerung hat, verbeitet und schürt die NPD Ängste in der Bevölkerung und skizziert Bilder, denen es an Übertreibungen, Unwahrheiten und rassistischen Ressentiments nicht mangelt.

Dazu versuchen sie durch immer häufigere Kundgebungen und "Info-Stände" (bei denen die Kameraden {ja, auch hier scheint das nationale Rollenbild sehr traditionell zu sein} meist vermummt und maulfaul laut Musik abspielen) aufzufallen.

Die nächsten dieser Nazi-Kundgebungstermine zur "Abschaffung des Asylrechts" sind in Vorpommern:


Montag, 21.10.13:
10:00 - 11:30 Strasburg, Markt
12:30 - 14:00 Torgelow, Ueckercenter
14:00 - 15:00 Torgelow-Drögerheide, Straße der Freundschaft
anschl. Eggesin

Dienstag, 22.10.13:
09:00 - 10:30 Ahlbeck, Seestraße
10:30 - 12:00 Heringsdorf, Seestraße
13:00 - 14:30 Wolgast, Oberwallstraße
15:00 - 16:30 Anklam, Neuer Markt

Zu allen Kundgebungen sind von demokratischen und zivilgesellschaftlichen Organisationen und Gruppen bereits Kundgebungen geplant und angemeldet.

Nach dem gewalttätigen und bewaffneten Angriff von mehreren Personen aus der rechten Szene und Mandatsträgern der NPD auf ein Wohnhaus in Greifswald vor der Bundestagswahl, lassen sie nach derzeitigem Kenntnisstand Greifswald links liegen. 
Weitere Infos folgen. (ts)